![]() |
|
|
Auch in Rumänien war bis 1978 eine
Zahnradbahn zwischen Subcetate und Boutari in Betrieb. Die Strecke
wurde von MÁV in zwei Etappen gebaut. Caransebes-Boutari, eröffnet
am 11.11.1908 und Boutari–Subcetate am 1.5.1909. Diese Strecke wurde
damals als Verbindung zu den Strecken Arad–Timisoara–Orsova und Simeria-Petrosani
gebaut. Die Bahn war wichtig um Holz und nichteisenhaltige Erze zu
transportieren. Es waren damals mehrere Waldbahnen der ungarischen
Gesellschaft "Karánsebesi Faipar" in Betrieb. Die bekanntesten waren
CFF Zavoi und CFF Voislova die bis 1975-76 in Betrieb waren.
|
![]() |
Zwischen Boutari 425 M.ü.M. und Zaicani
569 M.ü.M. war der höchste Punkt bei "Portile de Fier ale Transilvaniei"
692 M.ü.M. wobei die maßgebliche Steigung auf jeder Seite 50 ‰ betrug. Die
Kurven hatten Radien von weniger als 250 m. Die Lokomotiven kamen vor dem
Zug (Subcetate - Boutari) bis in der Haltestelle Sarmizegetusa. Hier kamen
die Loks am Ende des Zuges und schuben den Zug bis Portile de Fier wo sie
den Zug umfuhren und sich für die Talfahrt wieder an die Spitze setzten.
Die Strecke Caransebes-Subcetate mit einer Länge von 76,177 Km wurde bis
1919 von der MÁV und danach von C.F.R auf zwei Teilstrecken eingeteilt:
Caransebes-Boutari (37 Km als Reibungsbetrieb) und Boutari–Subcetate (40
Km als Reibungs- und Zahnradbetrieb) wobei der Zahnradbetrieb eine Länge
von 19 Km hatte. Diese letzte Strecke (40 Km) wurde in 3 Stunden und 18
Minuten zurückgelegt. Auf der Reibungsstrecke wurde mit 40 Km/h und auf
der Zahnradstrecke mit weniger als 10 Km/h gefahren. Die Geschwindigkeit
bei der Einfahrt in den Zahnradsektor war nur 2-3 Km/h.
In den ´70 waren folgende Haltestellen zwischen Subcetate und Boutari vorhanden:
Subcetate (Km 0), Hateg (Km 4), Paclisa (Km 12), Carnesti Retezat H. (Km
15), Pesternita h (Km 15), Sarmizegetusa (Km 21), Zaicani (Km 26), Portile
de Fier H. (Km 30), Bucova H. (Km 32) und Boutari (Km 40). Die Haltestellen
: Subcetate, Hateg, Sarmizegetusa, Portile de Fier und Boutari waren mit
Wasservorrichtungen vorgesehen. Auf der Strecke Caransebes-Subcetate wurden
nur Dampflokomotiven eingesetzt. MÁV hat 1908 bei der Wiener Lokomotivfabriks
A.G. – Floridsdorf, 7 Tenderlokomotiven von Typ 1`D1´-t bestellt. Die Originalbezeichnung
T.IV C 4291-4297 wurde von der MÁV bis 1911 geführt. Danach wurde
die Bezeichnung 40.001-007 übernommen. Nach 1919 wurden die Loks von der
C.F.R. mit der gleichen Bezeichnung weitergeführt. Diese Baureihe ist auch
unter der Bezeichnung 40 D (dintate) bekannt. Diese Lokomotiven hatten 4
Zylinder mit Heusinger-Steuerung und alle Zylinder nahmen Frischdampf. Sie
konnten sowohl im Reibungs- als auch im Zahnradbetrieb eingesetzt werden.
Diese Lokomotiven konnten einen Zug von 150 t den Berg hinauf fordern. Die
Außenzylinder in der horizontalen Lage mit einem Ø von 500 mm waren für
den Reibungsbetrieb zuständig und die schrägen Innenzylinder mit einem Ø
von 420 mm waren für den Zahnradbetrieb vorgesehen. Am 26.5.1927 hatte SOCOMET
S.A. Bukarest bei der Direktion der C.F.R. ein Vorschlag für eine Bestellung
von 2 Lokomotiven gemacht. Dieser Vorschlag wurde ignoriert. Erst 10 Jahre
später wurde ein Auftrag an Uzinele N. Malaxa erteilt um Lokomotiven dieses
Typs nachzubauen. Am 28.11.1939 wurde die Lok 40.005 D als Model für den
Nachbau vorgesehen, aber dieses Projekt wurde abgebrochen mit dem Beginn
des Zweiten Weltkrieges. 55 Jahre später im Oktober 94 wurde die Lok 40.007
D im Bahnhof Baneasa ausgestellt. Anlaß war die 125 Feier der Strecke Filaret–Giurgiu.
![]() |
![]() |
|
40.006 D mit der Werksnummer 1786/1908
in Bw Subcetate in 1988
|
|
|
Technische Daten |
|
![]()
40.003 bei Sarmisegetusa (1973)
Nach 70 Betriebsjahren wurde die Strecke 1978 aufgegeben. Von den 7 Lokomotiven wurde nur eine, die 40.002 D in 1994 verschrottet nachdem sie in den ´80 als Dampfgenerator in Bw Barlad diente und 1989 noch in Pionierpark im Iasi zu sehen war. Die anderen Lokomotiven dieser Baureihe hatten mehr Glück. 40.001 D ist zu sehen in Bw Petrosani, 40.003 D und 40.007 D sind Zuhause in Bw Subcetate, 40.004 D in Lokomotiven Museum in Sibiu. Diese Lok war Ende des Zweiten Weltkrieges in Zagreb wegen Reparaturarbeiten und kam 1946 zurück nach Rumänien. 40.005 D und 40.006 D gehören Bw Subcetate.
Gemischtzug (Mixt 2832) am 5.8.1970 vor einem
Distanz-Signal bei Portile de Fier
Foto Stemmler Lokomotiven 40.001 und 131.010 der CFR
am 5.8.1970 in Boutari
Foto Stemmler