140.117 (Typ 1`D - h2)
Um den akuten Lokomotivmangel der rumänischen Eisenbahn nach Ende des Ersten Weltkriegs entgegenzuwirken trafen 1920 die ersten Lokomotiven vom Typ 1`D - h 2 (Consolidation) aus der Serie 140.101-165 ein. Diese amerikanischen Maschinen wurden nach den gleichen Konstruktionsunterlagen wie die berühmten Pershing-Lokomotiven gebaut. Obwohl diese einfachen Heißdampf - Zwillingsmaschinen technisch gesehen identisch waren kann man sie in 2 Kategorien einteilen:
- Die ersten 15 Lokomotiven wurden von den USATC (United States Army Transportation Corps) im Ersten Weltkrieg eingesetzt. Nach dem Krieg wurden sie von C.F.R übernommen und als Serie 140.101-115 eingesetzt.
- Die nächsten 50 Lokomotiven wurden von den amerikanischen Firmen "Baldwin Locomotive Works, Philadelphia" und "American Locomotive Company, Shenectady" (ALCO) als neue Lokomotiven eingekauft.
Die Lokomotiven
140.101-115 wurden als Anerkennung für den Einsatz Rumäniens im ersten Weltkrieg 1919 von Frankreich
geliefert. Wegen einer relativ hohen Achslast (19 t) und mangelhafte
Eisenbahnstrecken wie auch mangels Betreuungspersonal war Anfang der
Nachkriegszeit der Einsatzen dieser Maschinen nicht leicht. Da aber diese
Lokomotiven sehr robust, sehr kräftig und leicht zu pflegen waren, hat
C.F.R im Jahre 1920 weitere 50 Lokomotiven diesen Typs bei Baldwin bestellt. Die
Verhandlungen wurden von Mr. Vauclain dem Präsident von Baldwin und seine Hoheit
Ferdinand I, König von Rumänien geführt. Der Vertrag wurde unterzeichnet und das
rumänische Erdöl diente als Vertragssicherheit. Ein Teil der Schulden wurden in
Öl beglichen. Der Preis einer Lokomotive betrug 65.000 $.
Die Lokomotiven wurden für einer
doppelten Feuerung ausgelegt, eine davon hatte jedoch nur Ölfeuerung wie es damals in
den USA üblich war. Diese Lokomotiven konnten ein Zug von 1.600 t auf einer
Steigung von 50/00 befördern (Damals Erprobungsstandard für
Dampflokomotiven). Die Lokomotiven der Serie 140.100 wurden zugeteilt zu den Bw:
Ploiesti, Cimpina, Fetesti, Constanta, Bucuresti-Triaj, Turnu Severin und Rosiori.
Die meisten Exemplaren wurden jedoch dem Bw Fetesti zugeteilt wo sie bis Mitte
der 70 Jahre im Einsatz waren. Die 140.105 war die letzte Lokomotive die
noch 1975 im Bahnhof Fetesti rangierte. Sie hatte die Werksnummer: BLW 1664 mit
der Fabriknummer 50433/1918.
Von den Lokomotiven: 140.134, 138, 139 und
143 existieren keine Informationen mehr und die anderen wurden zwischen 1974-76
verschrottet. Eine Ausnahmen machten die Lokomotiven 140.123 und 144 die schon
1935 verschrottet wurden, und 140.110 und 119 die 1953 verschrottet wurden.
Ausbesserungen für diese Lokomotiven wurden gemacht in: "Atelierele Grivita",
"Schiel" Brasov (Hidromecanica), "Lemaetre" in Bukarest und "Franco-Romana" in
Braila. Die runden Tafel auf der Rauchkammertür mit der Inschrift: "The Baldwin
Locomotive Works" sind alle spurlos verschwunden. Die einzige Lokomotive dieser
Reihe die nicht verschrottet wurde, die 140.117 war bis 1976 im Einsatz. Im selben
Jahr wurde sie im Bw Fetesti ausgestellt. Die Lokomotive jetzt Eigentum von
Locomotivenmuseum in Sibiu wurde 1998 repariert und ist jetzt betriebsfähig.
Die Probefahrten wurden am 3-4.02.1999 gemacht.
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Technische Daten Bauart: 1´D-h 2
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140.117 - Bw Fetesti 140.117 - Lokomotivenmuseum Sibiu
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140.117 - bei der Probefahrt
140.117 - wieder im Einsatz (Foto M. Scheau)